Roger Pfaff - Private Website Es gibt nicht nur Arbeit im Leben!

HiFi

HiFi: Ich habe früh damit angefangen, bin sicherlich ein Freak, aber nicht im technischen Sinne. Die Musik steht im Vordergrund. Alles muss unverfälscht wiedergegeben werden. Das gilt für HardRock genauso wie für Klassik, ich höre so ziemlich alles, was Freude bereitet.

Das Wichtigste sind die Lautsprecher. Zunächst musste ich mir diese selbstbauen, weil die finanziellen Mittel nicht ausreichten, um Lautsprecher zu kaufen, die auch nur halbwegs erträglich waren. Dann folgte eine lange Zeit des Probehörens, fast immer sehr enttäuschend. (Das letzte Negativerlebnis war in Berlin, Lautsprecher für über 28000 Euro, grauselig). Ich versuche die Musikalität mal zu beschreiben. Selbstverständlich muss jede Komponente einer HiFi-Anlage jedes Instrument, jede Stimme sauber wiedergeben können. Aber was ist, wenn zur Stimme plötzlich ein Klavier einsetzt, ein Kontrabass, zur einer Violine ein ganzes Orchester. Was passiert in tiefen Lagen, wenn die Kesselpauken einsetzen. Und vor allem: Was, wenn der Klöppel auf den Rand der Kesselpauke fällt oder ein Finger den Klangkörper einer Gitarre berührt. Ist das klar zu hören? Wird das ursprüngliche Instrument oder Stimme plötzlich verfälscht? Genau das passiert, vor allem im Mittelton und Bassbereich. Nun irgendwann kam die Offenbarung: Bowers und Wilkins Nautilus (heute Diamond). Die 804 war bezahlbar und lies keine Wünsche offen. Die größeren Modelle mögen für Konzertsäle besser sein, aber fürs Wohnzimmer sind diese ideal. Ich war erstaunt, wie klein diese sind, aber auch der Bassbereich ist tadellos. Der sickenlose Mitteltöner ist einfach genial, muss man gehört haben. Diese Stimmen, Chöre, die Orchester, jedes Instrument wird fein herausgearbeitet, analytisch, dynamisch egal was für Musik gespielt wird. Meine Frau hörte bei einer Frankie goes to Hollywood CD Stimmen am Anfang eines Stücks heraus, die vorher gar nicht zu hören waren. Plötzlich hört man ein Triangel, das Klack, wenn der Spieler die Umrandung einer Trommel trifft. Wenn die beiden Tieftöner bei Kesselpauken oder beim echten Kanonendonner aus der 1872 Ouvertüre ausgelenkt werden, müssen diese aber auch wieder genauso schnell zurück, z. B. wenn das Tuch der Kesselpauke gestoppt wird. Auch dabei sehen die meisten Lautsprecher alt aus. Oder es liegt an Verstärker und Kabeln. Als Verstärker kommt nach einem Technics class A und einem Yamaha bis heute ein Marantz PM14 MK-II von Ken Ishiwata zum Einsatz. KI veredelt die Verstärker von Marantz, weil er auch nach dem Credo arbeitet, dass die Geräte musikalisch sein müssen. Ich bin kein Fan von Vodoo, bei Kabeln gibt es da ja so Einiges. Aber viele Standardkabel klingeln tatsächlich hörbar schlechter, als gute Kabel. Zunächst hatte ich dicke und schwere sauerstofffreie Kupferkabel von Ohlbach im Einsatz. Dann fuhr ich nach Stuttgart zu einem Kabelspezialisten. Und siehe da: Das Audio 6 war hörbar besser und noch bezahlbar. Es hat am Ende offene Litzen, die kann ich zwar auch am Marantz anschließen, aber die offenen Kabelenden verdrecken ja mit der Zeit, kurzum ich wollte Stecker auf den Kabeln haben. Ich war verblüfft: Alle Stecker verschlechterten den Klang des Kabels. Man besorgte mir dann Stecker aus der Schweiz (Swiss Banana Gold heißen die, blöder Name) und dann war kein Unterschied mehr zu hören.

Vor einigen Jahren fing mein 30 Jahre alter Technics SL-Q3 (Ableger des berühmten Discospielers 1210) an, immer schlechter zu klingen. Es gab für die beiden Tonabnehmer schlichtweg keine Ersatznadeln mehr. Nach vielen Hörstunden habe ich dann an einem Perspective Project mit Carbonarm ein Clearaudio Virtuoso montieren lassen. Arm und Tonabnehmer sind so leicht, dass erst ein passendes (geringes) Gegengewicht bestellt werden musste. Der Klang von Schallplatten ist einzigartig und vollkommen analog und nicht mit digitaler Musik vergleichbar. Neue Platten werden auf schwere Rohlinge in hoher Qualität gepresst, ein Vergnügen....

Die Zentrale meines Hörvergnügens ist aber ein T+A Music Player MKII. Dieser holt sich hochauflösende Musik von einem NAS mit einem Twonky MusicServer. Mp3 kennt jeder 128Bit/sec, der T+A zeigt oft über 1000Bit manchmal über 4000Bit/sec an. Es ist deutlich hörbar, dass kein herkömmliches Medium (CD, MD) diese Qualität auch nur annährend erreichen kann. Mittels Audials One und einigen Musikdiensten mit hochauflösender Musik befülle ich das NAS.